Ensemble Musicalina
 

Seit mehreren Jahren präsentiert sich das Ensemble Musicalina mit geistlicher und weltlicher Musik aus dem 16., 17. Und 18. Jahrhundert im Konzertleben. Im Jahr 1989 in der Region Solothurn aus der gemeinsamen Freude an kammermusikalischer Arbeit entstanden, umfasst das Ensemble heute drei bis vier SängerInnen und zwei bis drei InstrumentalistInnen (Generalbassgruppe), welche zwei- bis dreimal jährlich eine Konzertreihe in Schweizer Städten veranstalten.
Im Vordergrund der Programmgestaltung steht Literatur vergessener Meister in wechselnder Besetzung, welche selten oder nie aus den unzähligen Bibliothekskellern entführt wird. Domenico Mazzochi, Padre Antonio Soler, Pierre de Lagarde, John Dowland, Chiara Margarita Cozzolani, Isabella Leonarda, musikalische Besinnungen zu den grossen Kirchenfesten, Marien-Vertonungen, Scènes pastorales, Canti amorosi, Concerto delle Donne, Vespro della B. M. V. sind einige Inhalte der thematisch ausgerichteten Konzerte der letzten Jahre.
Zu den Höhepunkten der bisherigen Tätigkeit des Ensemble Musicalina zählen Auftritte bei den Barocktagen Solothurn, bei den Burgwedeler Tagen der alten Musik, beim sächsisch-böhmischen Musikfestival, bei Fermata Musica Solothurn, im Konzertzyklus Gsteig-Wilderswil, in der alten Kirche Härkingen, in der Johanneskirche Bern, der Liebfrauen Kirche Zürich u. v. a.
Grosse Beachtung fand die Konzertserie in 2000 - ebenfalls Rundfunk- und CD-Aufnahme bei Radio DRS2 - in Fribourg, Bern, Zürich und Solothurn mit S. Isabella Leonardas Marienvesper - einem vom Ensemble Musicalina wiederentdeckten, transkribierten und erstmals seit 300 Jahren wiederaufgeführten Werk. Ebenfalls ins vergangene Jahr gehört die Notenedition einer wiederentdeckten und bearbeiteten Messe von S. Chiara Margarita Cozzolani bei Edition Artemisia. Im Herbst 2001 sind CD- und Noten-Edition von Heliotropium Mysticum - dem einzigen Werk des Barocken Schweizer Komponisten Berthold Hipp - beim Label Müller & Schade Bern erfolgt.

'Ein Hörgenuss, der höchst selten dargeboten wird.' (Solothurner Zeitung)

'... gelang es dem Ensemble doch, die Lieder derart natürlich und unverkrampft zu interpretieren, dass sie auch nach vierhundert Jahren noch taufrisch wirkten. Alles in allem ein äusserst hörenswertes, hochinteressantes Konzert, das dem Publikum den Zugang zur Musik Dowlands spielend leicht gemacht hat.' (Der Bund)

'Alte Musik, spröde und monoton? Das Ensemble Musicalina hat die Zuhörer eines Besseren belehrt.' (Freiburger Nachrichten)

'Das Gesangsquartett faszinierte vom ersten Ton an durch seine Einheit, Balance und Transparenz. Obwohl der Zuhörer die technischen Schwierigkeiten der Stimmen erahnen konnte, erklang das Werk von Hipp in einer selten gehörten Präzision und Natülichkeit. (...)Begleitet wurden sie von Regina Kobe (Barockcello), die zusammen mit Gregor Ehrsam (Cembalo/Orgel) sehr einfühlsam und in perfekt authentisch barocker Spielweise (...) die Generalbassstimme übernahm.' (Freiburger Nachrichten)

'Das originelle Concerto delle Donne fand im Ensemble Musicalina trefflich vorbereitete und intensiv musizierende Interpretinnen und Interpreten. Den instrumentalen Aufgaben liehen der Cembalist-Organist Gregor Ehrsam und die Barockcellistin Regina Kobe ihr untadeliges Können, ihre Klangsensibilität und ihre nuancierte Anpassungsfähigkeit. Das (...) Vokalquartett sang solistisch, zu zweit, zu dritt und zu viert sehr überlegen, tonschön und in subtil abgestimmter Verfugung.' (Der Bund )

'Der Gesang schien sich zeitweilig von den Interpreten zu lösen und zu verselbstständigen und durchdrang die Reihen der Zuhörer. Man schien sich ins 17. Jahrhundert nach Novara, in die Klosterkirche des Ursulinen-Ordens, zurückversetzt, den vertonten Gebeten der Abendmesse lauschend.' (Freiburger Nachrichten)

'... dargeboten wurde sie von Sängern, die hervorragend aufeinander eingingen und einen homogenen Klang schufen. Ein Quintett mit barocken Instrumenten ergänzte, unterstützte die herrlich wohlklingende, schlanken Stimmen' (Zofinger Tagblatt)

'Das ganze Ensemble wirkte wie aus einem Guss, wie ein einziges Instrument, musizierte lebendig und schön, sei es in Werken für Gesamtensemble, sei es in begleiteten Soloarien, Duetten Trios. Das Publikum war hell begeistert und freute sich mit den Musikern, die den frenetischen Applaus mit einer Zugabe verdankten' (Zofinger Tagblatt)