Ensemble Musicalina
Seit mehreren Jahren präsentiert sich das Ensemble Musicalina mit geistlicher
und weltlicher Musik aus dem 16., 17. Und 18. Jahrhundert im Konzertleben. Im Jahr
1989 in der Region Solothurn aus der gemeinsamen Freude an kammermusikalischer Arbeit
entstanden, umfasst das Ensemble heute
drei bis vier SängerInnen und zwei bis drei InstrumentalistInnen (Generalbassgruppe),
welche zwei- bis dreimal jährlich eine Konzertreihe in
Schweizer Städten veranstalten.
'Ein Hörgenuss, der höchst selten dargeboten wird.' (Solothurner Zeitung)
'... gelang es dem Ensemble doch, die Lieder derart natürlich und unverkrampft
zu interpretieren, dass sie auch nach vierhundert Jahren noch taufrisch wirkten. Alles
in allem ein äusserst hörenswertes, hochinteressantes Konzert, das dem Publikum den
Zugang zur Musik Dowlands spielend leicht gemacht hat.' (Der Bund)
'Alte Musik, spröde und monoton? Das Ensemble Musicalina hat die
Zuhörer eines
Besseren belehrt.' (Freiburger Nachrichten)
'Das Gesangsquartett faszinierte vom ersten Ton an durch seine Einheit, Balance
und Transparenz. Obwohl der Zuhörer die technischen Schwierigkeiten der Stimmen erahnen
konnte, erklang das Werk von Hipp in einer selten gehörten Präzision und
Natülichkeit.
(...)Begleitet wurden sie von Regina Kobe (Barockcello), die zusammen mit Gregor Ehrsam
(Cembalo/Orgel) sehr einfühlsam und in perfekt authentisch barocker Spielweise (...)
die Generalbassstimme übernahm.' (Freiburger Nachrichten)
'Das originelle Concerto delle Donne fand im Ensemble Musicalina trefflich
vorbereitete und intensiv musizierende Interpretinnen und Interpreten. Den instrumentalen
Aufgaben liehen der Cembalist-Organist Gregor Ehrsam und die Barockcellistin Regina
Kobe ihr untadeliges Können, ihre Klangsensibilität und ihre nuancierte
Anpassungsfähigkeit.
Das (...) Vokalquartett sang solistisch, zu zweit, zu dritt und zu viert sehr
überlegen, tonschön und in subtil abgestimmter Verfugung.' (Der Bund )
'Der Gesang schien sich zeitweilig von den Interpreten zu lösen und zu
verselbstständigen
und durchdrang die Reihen der Zuhörer. Man schien sich ins 17. Jahrhundert nach Novara,
in die Klosterkirche des Ursulinen-Ordens, zurückversetzt, den vertonten Gebeten der
Abendmesse lauschend.' (Freiburger Nachrichten)
'... dargeboten wurde sie von Sängern, die hervorragend
aufeinander eingingen und einen homogenen Klang schufen. Ein Quintett mit
barocken Instrumenten ergänzte, unterstützte die herrlich wohlklingende,
schlanken Stimmen' (Zofinger Tagblatt)
'Das ganze Ensemble wirkte wie aus einem Guss, wie ein einziges
Instrument, musizierte lebendig und schön, sei es in Werken für
Gesamtensemble, sei es in begleiteten Soloarien, Duetten Trios. Das Publikum
war hell begeistert und freute sich mit den Musikern, die den frenetischen
Applaus mit einer Zugabe verdankten' (Zofinger Tagblatt)
Im Vordergrund der Programmgestaltung steht
Literatur vergessener Meister in wechselnder Besetzung, welche selten oder nie aus
den unzähligen Bibliothekskellern entführt wird. Domenico Mazzochi, Padre Antonio
Soler, Pierre de Lagarde, John Dowland, Chiara Margarita Cozzolani, Isabella Leonarda,
musikalische Besinnungen zu den grossen Kirchenfesten, Marien-Vertonungen, Scènes
pastorales, Canti amorosi, Concerto delle Donne, Vespro della B. M. V. sind einige
Inhalte der thematisch ausgerichteten Konzerte der letzten Jahre.
Zu den Höhepunkten der bisherigen Tätigkeit des Ensemble Musicalina zählen Auftritte
bei den Barocktagen Solothurn, bei den Burgwedeler Tagen der alten Musik, beim
sächsisch-böhmischen
Musikfestival, bei Fermata Musica Solothurn, im Konzertzyklus Gsteig-Wilderswil, in
der alten Kirche Härkingen, in der Johanneskirche Bern, der Liebfrauen Kirche
Zürich
u. v. a.
Grosse Beachtung fand die Konzertserie in 2000 - ebenfalls Rundfunk- und CD-Aufnahme
bei Radio DRS2 - in Fribourg, Bern, Zürich und Solothurn mit S. Isabella Leonardas
Marienvesper - einem vom Ensemble Musicalina wiederentdeckten, transkribierten und
erstmals seit 300 Jahren wiederaufgeführten Werk. Ebenfalls ins vergangene Jahr
gehört
die Notenedition einer wiederentdeckten und bearbeiteten Messe von S. Chiara Margarita
Cozzolani bei Edition Artemisia. Im Herbst 2001 sind CD- und Noten-Edition von Heliotropium
Mysticum - dem einzigen Werk des Barocken Schweizer Komponisten Berthold Hipp - beim
Label Müller & Schade Bern erfolgt.